IT/ORG-Strategy

IT-Architektur

IT-Architektur  und IT-Architekturmanagement: Sicherstellung der IT-Leistungsfähigkeit im Kontext wachsender Herausforderungen

Eine große deutsche Bank richtet ihre Kreditsysteme mittels einer Bebauungsplanung neu aus

Wachsende regulatorische Vorgaben, die fortschreitende Industrialisierung sowie die rasanten technologischen Entwicklungen im Kontext der Digitalisierung stellen hohe Anforderungen an die Flexibilität der IT-Architektur von Finanzdienstleistern.

Historisch gewachsene und häufig angepasste Systeme prägen bei vielen Finanzdienstleistern das Bild der IT. Diese über Jahre gewachsenen IT-Landschaften sind den neuen Anforderungen nur noch bedingt gewachsen.

Big Bang ist nicht immer das Richtige

Unser Kunde stand vor der Herausforderung, seine Kreditsysteme auf die zukünftigen Herausforderungen hin auszurichten und einen Bebauungsplan als verbindliche Grundlage einer zukunftsfähigen IT zu entwickeln.

Um den gestiegenen Anforderungen Rechnung zu tragen, wird häufig ein Big-Bang-Ansatz (im Sinne der Ablösung von Altsystemen) gewählt. Dieser ist in der Regel aufwendig, risikobasiert und kann das Aussetzen fachlicher Weiterentwicklung über mehrere Jahre bedeuten. Ein Big Bang ist aber in der Regel nicht der alleinige Lösungsansatz.

Zielbild als Basis einer zukunftsfähigen IT

Die Aufgabe von EUROGROUP CONSULTING bestand darin, ein Zielbild für den Bereich Kredit als Basis einer zukunftsfähigen IT zu entwickeln und eine Roadmap zu definieren, die mit den Rahmenbedingungen des Projektportfolios vereinbar war. Dabei galt es, die Optionen gegeneinander abzuwägen und die Weiterentwicklung der Kreditsysteme gemeinsam mit dem Fachbereich voranzutreiben.

Das Zielbild wurde konsequent aus den strategischen und fachlichen Anforderungen abgeleitet. Dabei wurden neben den Rahmenbedingungen des Projektportfolios die gegebenen Strukturen, Prozesse und Systeme berücksichtigt, um bestehende Schwachstellen konsequent beseitigen zu können.

 

5

Abbildung: Eine große deutsche Bank richtet ihre Kreditsysteme mittels einer Bebauungsplanung neu aus

 

Acht Erfolgsfaktoren für das Bebauungsplanmanagement

Im Allgemeinen haben sich folgende Faktoren in der Praxis als wesentlich für den Erfolg des Bebauungsplanmanagements erwiesen:

  1. Die Erstellung und die Fortschreibung des Bebauungsplans sind als gemeinsamer Prozess von Fachbereich und IT, aber geteilt in der Verantwortung, anzulegen.
  2. Der Bebauungsplan muss auf einem aus Fach- und IT-Sicht nachvollziehbaren Vorgehen sowie auf einheitlichen Referenzmodellen basieren.
  3. Ein stringentes Vorgehen bei der Ersterstellung des Bebauungsplans ist mit einem notwendigen Maß an Projekt- und Kommunikationsmanagement zu gewährleisten.
  4. Der Bebauungsplan muss sowohl in Richtung der Fachbereiche als auch in die IT hinein als zentrales Planungs- und Steuerungsmedium kommuniziert und verankert sein.
  5. Die richtige Strukturierung der IT-Landschaft entlang von fachlichen Domänen stellt bereits einen wichtigen Erfolgsfaktor dar.
  6. Der Erstellungsprozess sowie die Kernergebnisse müssen sich auf die Top-Handlungsfelder aus Fach- und IT-Sicht fokussieren und dürfen sich nicht zu stark im Detail verlieren.
  7. Das Ergebnis muss konkret genug sein, um alle Fragen zu den Voraussetzungen, Entwicklungsschritten und Migrationsaufwänden beantworten zu können.
  8. Der Bebauungsplan muss machbare, verbindliche und für beide Seiten verlässliche Maßnahmen beinhalten – nur so dient er als Basis der operativen Planung.